Nicht wenige Grenchnerinnen und Grechner, insbesondere jene, die den Stadtpräsidenten persönlich kennen, zweifeln an der kommunizierten Version, wonach „First Lady“ Barbara Banga über Wochen extensiv anonyme und teilweise diffamierende Internet-Kommentare gegen ungeliebte politische Gegner ihres Mannes verfasst haben soll. Fakt ist: Die besagten Kommentare wurden vom privaten Internet-Anschluss der Bangas getätigt. Für die SVP sind in diesem Zusammenhang viele Fragen offen, zu denen der Stadtpräsident bislang keine Antworten geliefert hat.
1.
Im Grenchner Tagblatt wurde Barbara Banga zitiert, sie habe mindestens einen der Internet-Kommentare mit ihrem Mann Boris Banga zusammen geschrieben. Damit gibt sie zu, dass ihr Mann Bescheid wusste. Hatte Boris Banga wirklich keine Ahnung über die weiteren, wochenlangen virtuellen Aktivitäten seiner Frau auf grenchen.net? Oder gab es gar noch weitere, „gemeinsame Kommentare“?
2.
Schliesst der Stadtpräsident aus, dass er selber je einen anonymen Kommentar bei grenchen.net hinterlassen hat?
3.
Hat sich Stadtpräsident Banga nie gefragt, wer ihn auf grenchen.net mit Kommentaren derart „in Schutz“ nimmt? Ist ihm nie der Verdacht gekommen, dass es seine Frau sein könnte, da sie beide ja schon gemeinsam auf grenchen.net aktiv gewesen sind? Oder hat Boris Banga ganz genau gewusst, was seine Frau im Sinne eines perfekten Teamworks unter Eheleuten auf grenchen.net treibt und so ihre Aktivitäten geduldet oder gar unterstützt?
4.
Was genau versteht Boris Banga unter der in vielen Medien genannten Aussage, es sei der „grösste Liebesbeweis“ seiner Frau? Die Tatsache, dass Barbara Banga für ihren Mann im Internet anonym Leute kritisiert, diffamiert oder gar beleidigt? Oder ist der „Liebesbeweis“ vielmehr, dass Frau Banga für ihren Mann den Kopf hinhält und die Verantwortung für die Einträge übernommen hat?
5.
Ist es richtig, dass Boris Banga gegenüber den Betreibern von grenchen.net schon bei deren ersten Kontaktaufnahme mit dem Stadtpräsidenten in besagter Angelegenheit mit rechtlichen Schritten und wirtschaftlichen Sanktionen gedroht hat?
Wer eine solche Peinlichkeit als „Liebesbeweis“ oder sich selber als Opfer eines Hackerangriffs zu verkaufen versucht und gleichzeitig mit rechtlichen Schritten droht, hat seine Glaubwürdigkeit endgültig verloren. Solange die Antworten zu obigen Fragen nicht auf dem Tisch liegen, lässt der Fall selbstverständlich noch viel Raum für Spekulationen. Und solange Barbara Banga sich mit einer oberflächlichen Erklärung und etwas „Psychohygiene“ aus der Affäre zu ziehen versucht, gleichzeitig aber keinen Grund sieht, von ihren öffentlichen Ämtern und ihrer beruflichen Stellung im öffentlichen Dienst zurück zu treten, sind ihre Aussagen wertlos.
Die anonymen Internet-Einträge sind kein Kavaliersdelikt, sondern gelinde gesagt eine noch nie da gewesene Peinlichkeit für die Stadt Grenchen. Die SVP fordert Boris und Barbara Banga auf Grösse zu zeigen, den Schaden für die Stadt Grenchen und ihre Einwohner zu begrenzen, endlich vollständige Klarheit zu schaffen oder rasch von ihren Ämtern zurück zu treten.
Medienmitteilung der SVP Grenchen vom 8. Februar 2010
Weitere Auskünfte:
Richard Aschberger, Präsident SVP Stadt Grenchen, Tel. 032 652 47 78
Heinz Müller, SVP-Gemeinderat und Kantonsrat, Tel. 079 211 88 80