...nicht für die Lehrer!
Die Gemeinderäte von CVP, FdP und SVP haben in Grenchen einen Informatik-Kredit massiv gekürzt. Auf die Beschaffung von 73 neuen Notebooks für Lehr- und Fachlehrpersonen soll verzichtet werden. Nicht etwa, um bei der Schule Geld zu sparen, sondern um die Lehrer gleich zu behandeln, wie Angestellte anderer Unternehmen.
Die beantragten Notebooks sollten von der Lehrerschaft vor allem für Auswertungen, Nachbearbeitungen, zum Verfassen von Berichten und Notenblättern etc. benötigt werden. Entscheidend dabei ist, dass diese Arbeiten nicht während des Unterrichts erledigt werden, sondern ausserhalb der Schulzeit. Da die Schulzimmer in Grenchen neu mit vier Notebooks ausgerüstet werden, dürfte ausserhalb des Unterrichts sicher eines dieser vier Geräte als „Lehrer Notebook“ zur Verfügung stehen und für erwähnte Arbeiten der Lehrerschaft genutzt werden können. Der Kauf von eigenen Lehrer-Notebooks ist somit überflüssig. Es kann nicht sein, dass die Stadt mit Steuergeldern die privaten Informatikbedürfnisse der Lehrerschaft finanziert. Das ist auch in anderen Unternehmen unüblich. Mit diesem Mehrheitsentscheid des Gemeinderats können ca. 100'000 Franken eingespart werden, ohne die Qualität des Unterrichts zu beeinträchtigen oder den Schülern/Lehrern etwas wegzunehmen.
Im Weiteren wehrten sich die Gemeinderäte der drei bürgerlichen Parteien gegen eine Garantieverlängerung der Informatikmittel von drei auf fünf Jahre. Fünf Jahre Vollgarantie auf Notebooks ist eine im Privat- wie im Geschäftsleben völlig unübliche Praxis und reine Geldmacherei. Mit dieser Massnahme können weitere 40'000 Franken eingespart werden. Zum Vergleich: Dieser Betrag entspricht dem Wert von fast 30 neuen Notebooks, die in dieser Zeit neu beschafft werden könnten, sollte es zu vorzeitigen Defekten kommen.
Bereits heute ist absehbar, dass es in den nächsten Jahren auch in Grenchen stark rückläufige Schülerzahlen geben wird. Dadurch werden künftig Schulklassen in der Oberstufe nicht mehr geführt, respektive gestrichen. Aus diesem Grund stimmten die bürgerlichen Gemeinderäte einem Antrag zu, der verlangte, dass nur die effektiv neuen Schulklassen der Sekundarstufe I mit Notebooks ausgerüstet werden. Dadurch können weitere 16 Geräte oder ca. 25'000 Franken eingespart werden.
Weitere Auskünfte:
Gemeinderat Heinz Müller, Grenchen,
Tel. 079 211 88 80