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„Gibst Du ihnen den kleinen Finger, nehmen sie die ganze Hand.“ So könnte man das Vorgehen der albanisch-islamischen Gesellschaft (AIG) bezeichnen, die in Grenchen eine der grössten Moscheen der Schweiz bauen will.

Zuerst legten Vereinsmitglieder einen Grenchner SVP-Gemeinderat aufs Kreuz, der ihnen Land verkaufte. Angeblich sollte dieses Land für einen Garagen/Lagerhallenbau verwendet werden. Kaum war der Kaufvertrag abgeschlossen, wurde aus dem Garagenprojekt plötzlich eine Moschee. Und was für eine. Die SVP ist nicht grundsätzlich gegen den Bau von kulturellen Treffpunkten oder Gebetsräumen. Doch was in Grenchen geplant ist, sprengt den Rahmen des üblichen und notwendigen völlig.

Leider wurde von der albanisch-islamischen Gesellschaft bislang nicht mit offenen Karten gespielt, im Gegenteil. Es wird vertuscht und beschwichtigt. So stellt sich die Frage, warum Grenchen eine der grössten Moscheen der Schweiz braucht. Zudem ist unklar, wer darin was predigt und für welche Nutzung die zahlreichen Räume vorgesehen sind.

Zum Verkehrsaufkommen machen die Bauherren keine Angaben. Die AIG sagte in den Medien lediglich, man rechne auch aus der Region mit einem regen Zulauf. Deshalb sind bei der Moschee 22 Parkplätze geplant. Doch wo parkiert „der rege Zulauf aus der Region“, wenn doch schon die AIG Grenchen 120 Mitglieder hat? Sollen die umliegenden Betriebe wie Ottos, Luxory usw. zugeparkt werden? Bei Gewerbebauten oder Supermärkten ist der VCS ansonsten immer wahnsinnig schnell mit seinen Einsprachen. Doch dieses Mal scheinen die Verbände auf dem linken Auge blind zu sein.

Da auf den Plänen ein Aufbahrungsraum für "rituelle Waschungen Verstorbener" entdeckt wurde, stellt sich die Frage der Zonenkonformität einer solchen „Leichenhalle“. Die Kuppeln auf dem Dach sowie die Nutzung als Aufbahrungshalle, deuten klar auf einen Sakralbau hin und sicher nicht auf ein Vereinslokal, wie es in der Baupublikation heisst. Die Baupublikation ist somit offensichtlich falsch.

Die SVP opponiert gegen die geplante Gross-Moschee, weil ein offensichtlicher Sakralbau nicht in ein Industriequartier gehört. Auch fordert die SVP eine offene und ehrliche Kommunikation solcher Bauvorhaben. Die Vernebelung als Garage und das spätere Baugesuch unter dem Titel „Neubau Vereinslokal“ sind klare Irreführungen, respektive Lügen. Versucht hier jemand die Grenchner Behörden, respektive die Bevölkerung, für dumm zu verkaufen? (s. Baugesuch der AIG: http://www.grenchen.ch/dl.php/de/4b55af657c9ad/21.01.2010.pdf)

Die Opposition der SVP Grenchen ist angesichts der Vorgehensweise der AIG sowie der zahlreichen offenen Fragen absolut legitim.

2540 Grenchen, 6. Februar 2010

Weitere Auskünfte:
Richard Aschberger, Präsident SVP Stadt Grenchen,
Tel. 032 652 47 78