Die Vorwürfe gegen Grenchens Stadtpräsident Boris Banga wegen Mobbings werden nicht weiter untersucht. Die Betroffenen, von denen mit einer Ausnahme alle nicht mehr bei der Stadt beschäftigt sind, wollen sich nicht vor der Öffentlichkeit blossstellen lassen. Obwohl der Vorwurf des Mobbings damit ungeklärt bleibt, steht nach der Voruntersuchung klar fest, dass das Führungsverhalten des Stadtpräsidenten und der Umgang mit dem Personal höchst problematisch ist und Massnahmen erfordert. Die Einstellung des Verfahrens ist für Boris Banga mit Sicherheit kein Persil-Schein. Im Gegenteil, CVP, FDP und SVP werden ihrem Stadtpräsidenten in der verbleibenden Zeit bis zu seiner Pensionierung genau auf die Finger schauen.
Einen Persil-Schein gibts für Grenchens Stadtpräsident Banga also nicht. Im Gegenteil: Der Stadtpräsident kommt auf die "Watch-List" und darf sich die letzten Monate seiner Amtszeit sicher sein, dass ihm genau auf die Finger geschaut wird. Fakt ist: Vorwürfe stehen nach wie vor im Raum. Betroffene gibt es. Aber ihnen fehlt verständlicherweise der Mut, hinzustehen und die Vorwürfe vor aller Öffentlichkeit, den Medien und letztlich vor Gericht, zu bestätigen.
Das heisst aber noch lange nicht, dass die grossen Parteien CVP, FDP und SVP davor die Augen verschliessen und zur Tagesordnung übergehen dürfen. Die GRK hat griffige Massnahmen beschlossen. Dem Stadtpräsident ist einstweilen die Führung über die Kindertagesstätten und die Stadtbibliothek entzogen. Die Ausfertigung einer „Charta“ definiert den Umgang des Stadtpräsidenten mit dem leitenden Personal neu. Das städtische Personal kann einer aussenstehenden Vertrauensperson unangemessenes Verhalten des Stadtpräsidenten melden.
Aus Sicht von CVP, FDP und SVP ist es deshalb sinnvoll, abzuwarten, die Entwicklungen genau zu beobachten und weitere Fakten zu sammeln. Wichtig für die Angestellten der Stadtverwaltung sowie die Gemeindefunktionäre im Umfeld des Stadtpräsidenten ist es zu wissen, dass ihr Chef unter Beobachtung steht und die GRK Verfehlungen sanktionieren wird. Eine Normalisierung der Verhältnisse wird erst mit dem Personalwechsel im Stadtpräsidium eintreten. CVP, FDP und SVP fordern deshalb erneut den Rücktritt von Boris Banga im Interesse der Stadt Grenchen.
Weitere Auskünfte
Präsidentin CVP, Bea Corti: 079 305 03 37
Fraktionschef CVP, Andreas Kummer: 079 596 93 20
Präsident FDP Die Liberalen, Alex Kohli: 076 393 01 21
Fraktionschef FDP Die Liberalen, Hubert Bläsi: 078 791 83 88
Präsident SVP, Richard Aschberger: 079 308 93 04
Fraktionschef SVP, Heinz Müller: 079 211 88 80